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Sanierungsarbeiten an der Realschule Regen |
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Mittwoch, den 23. November 2011 um 08:05 Uhr |
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Ein endloses blaues Wunder Sanierungsarbeiten an der Realschule ruhen nach wie vor - Strategieplan erstellt - Container-Kosten sehr hoch
 In diesen sechs blauen Containern werden vier siebte und zwei achte Klassen unterrichtet. Die 8a (unten links) verbringt den zweiten Winter im provisorischen Klassenzimmer und ist damit fast ein Jahr länger in den Räumen als geplant.
(Bayerwald-Bote) Die Bauarbeiten an der Siegfried-von-Vegesack-Realschule stehen immer noch still - seit Anfang März 2011. Statik-Probleme hat es gegeben. Die sind beseitigt. Aber jetzt sind die Firmen auf anderen Baustellen eingespannt, haben keine Arbeitskräfte, die sie für den Innenausbau der Schule abstellen können. Obwohl die Schulleitung in einem Elternbrief informierte, dass die Umbauarbeiten bis Weihnachten fertig sein sollten. Dieses Versprechen kann definitiv nicht eingehalten werden, wie der Pressesprecher des Landratsamts Anton Weghofer sagt. Voraussichtlich können die Kinder erst gegen Ostern wieder in ihren regulären Klassenzimmern unterrichtet werden, schätzt Weghofer ab. Stellvertretender Schulleiter Michael Vogl bestätigt das: „Demnächst schicken wir einen zweiten Elternbrief raus, in dem von Ostern die Rede ist.“ Konkreter kann das Ende der Bauphase derzeit nicht benannt werden. Vogl hofft, dass in den Osterferien der Umzug abgewickelt werden kann. „Das wäre das größte Ostergeschenk, das man uns machen könnte“, meint er.
Kürzlich trafen sich Vertreter von Schulleitung, Architektur- und Ingenieurbüros sowie Landratsamt, um einen Strategie- und Bauzeitenplan auszuarbeiten. In diesem legten sie fest, wann welche Arbeitsschritte in den nächsten Monaten gemacht werden sollen. Der Plan wurde daraufhin den beteiligten Firmen übermittelt. Doch deren Rückmeldung fehlt noch. „Wir hoffen natürlich sehr, dass die Firmen Zeit haben und sich in unseren Plan einfügen“, sagt Weghofer. Es fehlen noch Trockenbauarbeiten, Fertigstellung sanitärer Anlagen, Verlegen von Fliesen, Elektronik sowie Installieren von Heizung und Lüftung. Die Arbeiten wurden eingestellt, weil Architekten befürchteten, die angebohrten Decken seien nicht ausreichend tragfähig. Der Landkreis hatte daraufhin das Landgericht Deggendorf angerufen, das ein Beweissicherungsverfahren einleitete. Im Zuge dessen wurde von Spezialisten der Universität Leipzig ein Gutachten erstellt. Das Ergebnis, das Anfang September dieses Jahres bekannt gegeben wurde: Die Statik des Gebäudes ist zufriedenstellend, es kann weitergebaut werden. Doch als es grünes Licht zum Weiterbau gab, waren und sind bis heute alle involvierten Firmen mit anderen Aufträgen eingedeckt. Die Kosten steigen täglich. Denn die sechs Container, in denen vier siebte und zwei achte Klassen provisorisch untergebracht sind, werden pro Tag bezahlt. Weghofer möchte nicht verraten, bei wie viel Tausenden von Euro die Kosten bereits liegen. Aber das sei schon eine „ganz schöne Summe“, wie es der Pressesprecher nennt. Die blauen provisorischen Klassenzimmer-Boxen werden rund ein Jahr länger benötigt, als kalkuliert worden war. Die Kinder der 8a sind eine der Klassen, die nun schon den zweiten Winter im provisorischen Klassenzimmer unterrichtet werden. „Im Winter ist es zu kalt und im Sommer ist zu heiß“, finden sie einstimmig, „doch im Grunde ist es ok, eigentlich genauso wie im alten Klassenzimmer“, sagt eine Schülerin. Die Zweckbauten sind praktisch, aber nicht schön. Fahrbare Tafeln, Bänke und Stühle sind der einzige Farbtupfer in den steril weißen Räumen. Die Container sind mit integriertem Stromanschluss und Elektroheizung ausgestattet. „Das einzige, was in so einem Metall-Raum wirklich leidet, ist das Raumklima. Aber ansonsten kann man nicht klagen“, findet der stellvertretender Schulleiter. Neben den Container-Kosten kam für das Landratsamt der Gerichtsvorschuss von 90 000 Euro dazu. Den größten Teil dieser Summe nimmt das Gutachten ein. Die Anwaltskosten sind darin noch nicht mitinbegriffen. Ein dritter finanzieller Posten, der noch offen ist, sind die Einnahmeausfallkosten der Unternehmen. Diese wurden noch nicht beziffert, wie Weghofer mitteilt. |
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